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01.02.2019, 23:40 Uhr
CDU-Nominierung: Lutz Beck fällt fast durch
Abstimmungsdrama bei den Hechinger Christdemokraten und große Verwirrung um die Stimmenzahl eines amtierenden Stadtrats.

Da will der frühe Vogel den Wählerwurm fangen: Als erste kommunalpolitische Kraft der Stadt hat am Freitagabend die Hechinger CDU ihre Kandidaten für die Gemeinderats- und die Kreistagswahl am 26. Mai nominiert. Kurz nach 22 Uhr stand im Feuerwehrhaus fest: 19 Männer und sechs Frauen schickt der Stadtverband der Christdemokraten ins Rennen um die Sitze im Hechinger Ratsaal.

Einer wäre beinahe durchgefallen: der amtierende Stadtrat Lutz Beck. Nach einer schier endlos langen Auszählung vermeldete CDU-Stadtverbandschefin Melanie Homberger, dass Beck von den 29 Wahlberechtigten in geheimer Wahl nur zwölf Stimmen erhalten hat. Dem gegenüber standen acht Nein-Stimmen, vier Enthaltungen und fünf ungültige Stimmen. Damit, so Homberger, habe Lutz Beck nicht die erforderliche absolute Mehrheit der Stimmen erhalten – drei zu wenig. Wenige Minuten später erfolgte dann die Korrektur: Lutz Beck (der bei der Versammlung krankheitsbedingt fehlte) darf doch als nominiert gelten. Es gebe keine Mindeststimmenzahl, so lange noch freie Plätze auf der Liste seien, ließ Melanie Homberger wissen.

Unter den 25 nominierten Gemeinderatskandidaten sind neun Mitglieder der bisherigen CDU-Gemeinderatsfraktion, vier Bewerber, die ihr Glück schon einmal versucht haben und zwölf neue Gesichter. Unter den bekanntesten Novizen sind Realschulrektor Stefan Hipp, der in Stetten kandidiert, der Bollemer Narrhalla-Chef André Göckel und der ehemalige „Schwarzbrenner“-Wirt Marc Unger, der in der Kernstadt seinen Hut in den Ring wirft. Die erfahrenen kommunalpolitischen Fahrensleute auf der Liste sind der aktuelle Fraktionssprecher Dr. Lorenz Welte, Dr. Regina Heneka, Lutz Beck, Michael Hegele, Bernd Zimmermann aus Bechtoldsweiler, Konrad Steffen-Kohler aus Boll, Ortsvorsteher Jürgen Schuler aus Schlatt, Andreas Bogenschütz aus Sickingen und Ortsvorsteherin Ingrid Riester aus Weilheim.

Die CDU hat mit ihrer Liste sämtliche Stadtteile abgedeckt, bis auf einen: In Stein wollte sich bislang noch kein Kandidat finden. Hier schmerzt die Christ­demokraten der angekündigte Rückzug von Ortsvorsteher Klaus Schetter.

Wie angekündigt, fehlen auf dem christdemokratischen Tableau nur drei amtierende Stadträte: die Stadtverbandsvorsitzende Melanie Homberger, der stellvertretende Bürgermeister Manfred König und Michael Mößner.

Am späten Freitagabend nominiert wurden die fünf Kandidaten der Hechinger CDU für die Kreistagswahl. Als Spitzenkandidat steht hier Bürgermeister Philipp Hahn auf dem Wahlzettel, der alle 28 Stimmen erhielt. Die beiden aktuellen Hechinger Kreisräte Lorenz Welte (auch 28 Stimmen) und Ingrid Riester streben ebenfalls die Rückkehr ins Kreisgremium an. Dazu kommen Regina Heneka (ebenfalls 28 Stimmen) und Bernd Ling.