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13.11.2018, 16:56 Uhr | Klaus May
CDU Rosenfeld
CDU-Stammtisch Rosenfeld befasst sich mit Breitbandausbau

Der Ausbau des kommunalen Breitbandnetzes von Rosenfeld war am vergangenen Montag ein Thema beim CDU Stammtischdes Rosenfelder Ortsverbands. Karl Wolf, Dezernent der Hauptverwaltung des Landratsamtes Zollernalbkreises, referierte in Begleitung seiner Mitarbeiterin und Breitbandkoordinatorin Julia Bisinger über den aktuellen Status zum Breitbandausbau auf dem Kleinen Heuberg.

Mittelfristig gesehen führt kein Weg am Ausbau der Glasfasernetze vorbei. Jede kupferbasierte Technologie ist  lediglich als Brückentechnik zu einer flächendeckenden Versorgung mit schnellem Internet anzusehen. Denn keine andere Technik ist so leistungsstark und flexibel wie die Glasfaser und kann die in den nächsten Jahren benötigten Bandbreiten liefern.

Beim CDU Stammtisch in Rosenfeld wurde kürzlich der Ausbau vom Glasfasernetz diskutiert.
Rosenfeld -

Vor allem im ländlichen Raum herrscht eine unzureichende Versorgungmit schnellem Internet. Dies gilt insbesondere für die Gewerbegebiete und die Forderungen der Unternehmen nach symmetrischen Breitbandverbindungen. Vor dem Hintergrund des digitalen Wandels und den damit wachsenden Ansprüchen der Verbraucher steigt der Bedarf an höheren Datenübertragungsraten.

"Innerhalb dieses Marktes herrscht aktuell eine große Dynamik" so Karl Wolf. Denn die privaten Telekommunikationsunternehmen werden diese Lücken nicht schließen, da der Ausbau im ländlichen Raum für sie betriebswirtschaftlich nicht rentabel ist. Folglich muss die Kommune ein eigenes Glasfasernetz aufbauen und den Betrieb des Netzes europaweit ausschreiben.

Ein elementarer Schritt auf diesem Weg zum kommunalen Glasfasernetz war der Beitritt, fast aller Städte und Gemeinden des Zollernalbkreises, zu Komm.Pakt.Net. Komm.Pakt.Net., mit Sitz in Ulm, ist ein interkommunaler Verbund von acht Landkreisen und über 200 Städte und Gemeinden, der vor allem die Interessen der Kommunen bündelt und fachlich komplexe Querschnittsaufgaben erledigt.

Ein weiterer Schritt ist der Bau des Kreis-Backbone-Netzes. Dies wird benötigt, um die jeweiligen Kommunen mit einem Signal zu versorgen. Dieses Netz soll bis Ende 2021 von den Kommunen fertiggestellt werden. In diesem Zuge wird auch der innerörtliche Ausbau vorangetrieben. Ziel ist es, die Verwirklichung eines flächendeckenden Glasfasernetzes mit dem perspektivischen Glasfaser- Endausbau bis ins Haus.

Karl Wolf lobte die Stadt Rosenfeld und Bürgermeister Thomas Miller. Rosenfeld hat in diesem Kontext eine Vorreiterrolle im Zollernalbkreis eingenommen und bereits das Backbone auf der Gemarkung Rosenfeld nahezu fertiggestellt.

Für den abschließenden Betrieb des kommunalen Breitbandnetzes hat der Zollernalbkreis, nach einer europaweiten Netzbetriebsausschreibung, erst vor kurzem die zollernalb-data GmbH als Netzbetreiber für die nächsten 15 Jahre gewinnen können. Das bereits an Pepcom verpachtete Netz in Rosenfeld wird weiterhin bis zum Ablauf des Vertrages von der Pepcom betrieben. Nach Ablaufgeht der Betrieb dieses Netzes automatisch an die zollernalb-data GmbH über.