Widmann-Mauz keine Ministerin für Gesundheit
In diesem Amt hätte Widmann-Mauz direkten Zugang zur Kanzlerin und würde auch an allen Kabinettssitzungen teilnehmen. Umgangssprachlich wird das Amt auch als „Ausländerbeauftragter“ oder „Integrationsbeauftragter“ der Bundesregierung bezeichnet.
Im Gespräch mit der HZ sagte die designierte Staatsministerin am Sonntagabend, dieser Posten sei für ihre Politlaufbahn ein „toller Aufstieg“ und sie freue sich sehr. Auf die Frage, ob sie enttäuscht sei, nicht Gesundheitsministerin zu werden, meinte die Abgeordnete, nach den vielen Jahren Arbeit im Bereich Gesundheit sei das Staatsministeramt für Integration „eine tolle neue Querschnittsaufgabe“. Angela Merkel habe bei der Besetzung des Kabinetts eine runde Sache, die für alle Seiten passt, entwickeln müssen, äußerte sie Verständnis für die Entscheidung.
Bei dem Staatsministerposten gehe es darum, Konzepte zu entwickeln, wie Integration gelingen könne. „Integration ist kein Selbstläufer, das erfordert Engagement“, meinte Widmann-Mauz. Es gehe darum, in der Gesellschaft ein Miteinander und kein Gegeneinander zu erreichen. Sie wolle Integration fördern und fordern und so zum Zusammenhalt beitragen.