CDU Stadtverband Hechingen

Reiselädle entschädigen

DB-Agenturen Annette Widmann-Mauz (CDU) wendet sich an Landesverkehrsminister Winne Hermann.


Der nahezu ausschließliche Online-Verkauf des neuen Deutschlandtickets stellt selbstständige DB- Agenturen vor enorme wirtschaftliche Herausforderungen (wir berichteten am Beispiel des Hechinger Reiselädles). Für deren Unterstützung und einen Ausgleich ihrer Einnahmeeinbußen setzt sich die CDU-Wahlkreisabgeordnete Annette Widmann-Mauz ein.

„Durch die Ausgestaltung des 49-Euro-Tickets sind DB-Agenturen, etwa auch in Mössingen und Hechingen, in ihrer Existenz bedroht. Ich habe dazu zahlreiche Zuschriften, sowohl von den Betreibern als auch von Gemeinderäten und Bürgermeistern erhalten und unterstütze ihr Anliegen voll und ganz“, teilt Widmann-Mauz mit. „Denn gerade im ländlichen Raum sind die DB-Agenturen ein unverzichtbarer Ansprechpartner für ÖPNV-Angebote und wichtiger Dienstleister, vor allem für ältere Menschen. Ob im Fern- oder im Nahverkehr muss deshalb gelten: Tickets müssen weiterhin analog verkauft werden können – und dafür braucht es die DB-Agenturen.“

Es braucht auch die Papierform

Auch aus diesem Grund habe die Unionsfraktion im Bundestag gegen die Einführung des 49-Euro-Tickets in der von den Ampel-Fraktionen vorgeschlagenen Version gestimmt: „Als Union haben wir einen eigenen Entschließungsantrag eingebracht, in dem wir die Möglichkeit eines 49-Euro-Tickets in Papierform gefordert haben. Dieser Vorschlag wurde von den Ampel-Fraktionen jedoch abgelehnt“, kritisiert die Abgeordnete. „Bund und Länder haben sich grundsätzlich darauf verständigt, die durch das 49-Euro-Ticket entstehenden nicht gedeckten Einnahmen durch gemeinsam bereitgestellte Mittel auszugleichen. Damit besteht, auch gemäß Bundesratsbeschluss vom 31. März, die Möglichkeit, die Einnahmeeinbußen der DB-Agenturen auszugleichen. Die Landesregierung steht jetzt in der Pflicht, die den Agenturbetreibern entstehenden Provisionsrückgänge zeitnah und in voller Höhe auszugleichen.“ Mit diesem Anliegen, so Widmann-Mauz, habe sie sich auch an Landesverkehrsminister Hermann gewandt. Dabei geht es auch um die Frage, wie die DB-Agenturen über 2023 hinaus unterstützt werden sollen.

Auch wenn die Digitalisierung im Ticketverkauf voranschreite, komme es darauf an, kompromissfähige Lösungen zu präsentieren und die Belange des ländlichen Raums zu berücksichtigen.